Neues aus Lyzi’s Welt. Diesmal gehts um “Linke Blogger und ihre stolze Arbeit am Sprachmüllberg”.

Auf die gegen meine Person gerichteten Angriffe gehe ich gar nicht erst ein, dass ist unter meinem Niveau. Im Allgemeinen sei gesagt, dass der elitär-autoritäre Quatsch des Sprachfetischisten Lyzi eben nur eins ist – Quatsch eben. Inhaltlichkeit lässt sich bekanntermaßen nicht daran messen, ob und wieviel “komplizierte Sprache” man bemüht. Schließlich und endlich sollten – oder gar müssten – grade “revolutionäre” Texte derart verfasst ein, dass die “breite Masse” befähigt wird, einen Zugang zu jenen Theorien zu erhalten, die der Basis eines Umdenkens sein sollen, da eben jene “Masse” essentiell ist, um jenes Umdenken schlußendlich erreichen zu können.
In der Gedankenwelt von Lyzi und Konsorten spielt eben jenes Verständnis eine untergeordnete Rolle, sieht man sich selbst doch als Avantgarde, als Elite kommender Veränderung, die eben nicht “von unten” kommt, sondern von eben jener Elite diktiert wird – frei nach dem Motto “What would Stalin do?”.
Das Bestreben von Menschen theoretische Ansätze für viele Menschen zugänglich zu machen wird als Angriff auf die eigene elitäre Position begriffen. Wen den Menschen bewusst ist, was für ein theoretischer Quatsch ihnen vorgesetzt wird – wem will man dann etwas diktieren? Dies Bestrebungen werden daher per se als reaktionär, als “unscharfer Utopie-Matsch ekelhaftester antiautoritärer Sorte” bezeichnet. Die Auseinandersetzung mit jenen “Verständlichkeitsfetischisten” wird alsbald auf eine persönliche Ebene reduziert – wo Inhalt fehlt, wird Inhaltslosigkeit unterstellt.
Das “Auf-die-eigene-Schulter-klopfen” schließlich rundet den “Rückschlag” der Avantgarde ab, und die Welt wurde einmal mehr “gerettet” vor diesen grausamen “agierenden, agitierenden, diskutierenden, argumentierenden und delirierenden Distinktions-Spekulanten, ob linksdeutscher oder “linkskommunistischer” (respektive: antideutscher) Provenienz” gerettet.
Chapeau!

“…sieht man sich selbst doch als Avantgarde, als Elite kommender Veränderung, die eben nicht “von unten” kommt, sondern von eben jener Elite diktiert wird – frei nach dem Motto “What would Stalin do?”.”
Jup. Genau so siehts aus.
“Revolution von unten”, das war 1989, also Konterrevolution.
Du bist also richtig aufgehoben.
Q.e.d.
Vergiss nicht, welche Revolution da “gekontert” wurde. Der heule ich nämlich keine Träne nach.
Wie gesagt, q.e.d.
Ich weiss, dass Du gegen den Sozialismus und die sozialistische Revolution (1917) bist.